Lesung „Aale und Gespenster“
Der Autor und Künstler Marius Schmidt stellt am Dienstag, 19. Mai, im Museum für Regionalgeschichte in Pönitz sein Buch „Aale und Gespenster“ vor. Er präsentiert die Graphic Novel (Comicroman oder grafischer Roman) in Wort, Bild und mit Musik. "Aale und Gespenster" ist eine Kriminalgeschichte vor historischem Hintergrund, die bis in die Gegenwart reicht. Im Zentrum der Graphic Novel steht das tragische Schicksal der „Cap Arcona“, die am 3. Mai vor 81 Jahren von der Royal Air Force in der Lübecker Bucht bombardiert wurde.
Der Künstler Marius Schmidt lebt in Berlin, hat aber Wurzeln in Sierksdorf: beide Großmütter lebten dort. Schmidt: „Die Ereignisse der Cap Arcona sind hin und wieder in kurzen Sätzen oder Anmerkungen von Verwandten aufgetaucht, ohne dass ich als Kind genau verstanden hätte, was da eigentlich passiert ist. Als ich mich vor ein paar Jahren oberflächlich mit dem Thema beschäftigt habe, war ich irritiert, wie wenig Material es zu den Ereignissen gibt. Da habe ich angefangen, weiter zu graben und mich auch mit der Zeit unmittelbar nach Kriegsende beschäftigt. Nach und nach habe ich dann immer mehr Details und Zusammenhänge freigelegt, bis klar war, dass ich darüber eine Geschichte schreiben möchte.“
Termin: Dienstag, 19. Mai 2026
Uhrzeit: 19 Uhr
Ort: Vortragssaal des Museums, 1. Stock - leider nicht barrierefrei
Eintritt: 5 Euro
Direkt vor der Lesung bietet der Verein für Regionalgeschichte eine Einführung in die neue Ausstellung „Cap Arcona - 3. Mai 1945: Die Tragödie der KZ-Schiffe in der Lübecker Bucht“ an.
Infos des Verlags zum Buch:
Aale & Gespenster erzählt die Erlebnisse der beiden Freunde Casimir und Rimsky im Sommer 1947. Sie verdienen ihr Geld mit dem illegalen Ausschlachten des riesigen Wracks der „Cap Arcona“, das in der Lübe-cker Bucht liegt. Anna, die Tochter des ehemaligen NSDAP-Ortsgruppenleiters, überredet die beiden, sie zum Wrack mitzunehmen. An Bord des Schiffes kommt es zum Streit ...
1987 machen Marianne und ihre Tochter Anja Urlaub an der Küste. Sie stoßen zufällig auf ein Skelett im Erdreich des Campingplatzes. Die Polizei ordnet den Fund in gelassener Routine dem über 40 Jahre zu-rückliegenden Schiffsunglück zu. Aber das entspricht nicht ganz der Wahrheit.
(Text: Verein für Regionalgeschichte der Gemeinde Scharbeutz und Umgebung e.V.)